26. Januar 2020

ffplay – Online-Radio-Streams unter Linux in schlank

Informationen:

Wozu braucht man viel grafische Software wenn es doch viel schlanker funktionieren kann? Gerade auf dem Notebook unterwegs mit dem Strom vom Akku ist man mehr auf schlanke Software angewiesen. In diesem Beitrag geht es wieder einmal um die Software ffmpeg – es gibt nicht viel was die Software nicht kann.

Wir hören uns Online-Radio-Streams am Terminal an und bauen uns ein Script für die Auswahl der gewünschten Streams.

ffmepeg installieren

Unter auf Debian basierenden Linux-Distributionen wie Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint und so weiter installieren Sie diese Software ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket “ffmpeg“.

ffplay nutzen

Zur Software-Sammlung aus diesem Paket gehören so einige Anwendungen – unter anderem auch der Befehl:

ffplay

Und genau diesen nutzen wir für unsere Zwecke, die Syntax für Online-Radio-Streams lautet ganz einfach:

ffplay URL:Port

Ein kleines Beispiel für den österreichischen Sender Ö3 – hier lautet die URL “http://mp3stream7.apasf.apa.at:8000”, der Befehl lautet also:

ffplay http://mp3stream7.apasf.apa.at:8000
ffplay – Online-Radio-Streams unter Linux ganz schlank

Die Software verbindet sich und spielt den Stream ab. Mit Ctrl + C beendet man die Software.

Player mit ausgewählten Streams erstellen

Mit einem recht einfachen Script kann man sich einen Player mit seinen ausgewählten Streams selbst erstellen. Nehmen wir einfach einmal an ich möchte die folgenden Sender integrieren:

  • Antenne Steiermark ‘http://livestream.antenne.at
  • Kronehit ‘http://onair.krone.at/kronehit.mp3
  • Ö3 ‘http://mp3stream7.apasf.apa.at:8000

So genügt folgendes Script:

#!/bin/bash
declare -A SENDER
SENDER["Antenne Steiermark"]="http://livestream.antenne.at"
SENDER["Kronehit"]="http://onair.krone.at/kronehit.mp3"
SENDER["Ö3"]="http://mp3stream7.apasf.apa.at:8000"
clear
echo "Radiosender auswählen:"
select ENTRY in "${!SENDER[@]}"; do
  TITLE="${ENTRY}"
  URL=${SENDER[${ENTRY}]}
  ffplay -x 300 -y 100 -window_title "${TITLE}" ${URL} &>/dev/null
done

Machen Sie die Datei ausführbar, ich nenne diese jetzt schnell einmal “radio“. Also einfach Rechtsklick auf die Datei und “Eigenschaften / Berechtigungen” wählen, die Checkbox aktivieren oder auf dem Terminal mit dem Befehl:

chmod +x radio

Nun wird das Script auf dem Terminal gestartet:

./radio
fflpay – Online-Radio-Streams – Auswahl

Man gibt die entsprechende Ziffer ein und bestätigt mit Enter, der Stream wird abgespielt, zum beenden schließt man einfach das Player-Fenster – nun kann man einen anderen Sender wählen, zum beenden des Scripts genügt Ctrl + C.

Sendung mit schneiden

Man kann natürlich auch eine komplette Sendung mit schneiden weil man etwa kurz weg muss, hierzu nutzen wir statt “ffplay” den Befehl “ffmpeg“, als kleines Beispiel:

ffmpeg -i http://mp3stream7.apasf.apa.at:8000 -acodec copy $(date +"%Y-%m-%d_%H%M%S").mp3

Hier muss man natürlich hinzu fügen das dies nicht ganz legal ist, dies muss man aber natürlich selbst entscheiden.

Online-Radio-Sender

Hier nun eine Liste bekannter Online Radio-Streams, falls einer nicht mehr erreichbar ist (nicht alle sind über den Webbrowser erreichbar) was immer wieder mal vorkommen kann weil die Anbieter Adressen ändern bitte ich einfach einen entsprechenden Kommentar zu schreiben, möchten Sie weitere hinzu fügen bitte ich ebenfalls dies zu tun.

Österreich

Radio 88.6

Antenne

Kronehit

ORF

Radio Stephansdom Klassik

Welle 1

Deutschland

88vier

104.6 RTL (Berlin)

Antenne Bayern

Antenne MV

Antenne Thüringen

Delta Radio

Detektor.fm

Deutschlandradio

Domradio

Eldoradio

Radio Energy

FFN Niedersachsen

Flux FM

Hessischer Rundfunk

Hit Radio FFH

Jam FM

Kiss FM Berlin

Klassik Radio

Kölncampus

Landeswelle Thüringen

LORA München 92.4

LOHRO (Rostock)

MDR

Wird erweitert

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Robert Goedl

Linux-User seit dem Jahr 2000, Debian ist die von mir genutzte Distribution (Sid Unstable) Lebe in Graz, der Hauptstadt der Steiermark in Österreich

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ffplay – Online-Radio-Streams unter Linux in schlank