12. November 2019

Linux-Distributionen

Informationen

In diesem Bereich der Linux Bibel finden Sie unterschiedliche bekannte sowie unbekannte Linux-Distributionen, es handelt sich hier um keine vollständige Liste sondern um solche die mir bekannt sind. Ich werde zu jeder eine kurze Beschreibung hinzu fügen, ebenso ob diese etwa für Einsteiger geeignet ist – die Beschreibung stammt von mir, auch meine Meinung für Linux-Einsteiger. Eine Sortierung nutze ich hierbei nicht, wenn möglich werde ich diese jedoch zumindest danach sortieren von welcher Distribution das System abstammt.

Debian GNU/Linux

Debian ist die zweitälteste noch bestehende Linux-Distribution überhaupt, gegründet im Jahr 1993 vom Amerikaner Jan Murdock, Ziel der Distribution war es ein einfach zu installierendes Linux-System zu schaffen (damals war die Installation von Linux tatsächlich noch etwas umständlich) das neben Stabilität vor allem auch Sicherheit bietet. Debian ist heute das am Server am meisten eingesetzte System überhaupt, sehr stabil, etwa alle drei Jahre gibt es eine neue Version. Die Stabilität wird vor allem durch gründlich getestete Software erreicht, neue Versionen einer Software gibt es innerhalb eines Releases nicht (Aktualisierungen zwecks Fehlern und Lücken in der Sicherheit kommen natürlich trotzdem, lässt sich jedoch über Backports und weitere Repositorys nutzen), dies führt dazu das man etwas ältere Software nutzt (ein Grund warum man Debian am Desktop eher selten sieht) – diese funktioniert jedoch extrem stabil und sicher (nutzt man etwa Linux Mint ist es aber die selbe Geschichte). Hinter Debian steht keine Firma sondern die größte freie Gemeinschaft an Entwicklern unter allen Linux-Distributionen. Nutzt man Debian kann man nahezu jeden beliebigen Desktop installieren und nutzen, auch bei mehreren installierten gibt es keine Probleme.

Für EinsteigerJa, wenn man lesen kann und ein wenig Interesse mit bringt
Installation überDVD (rein zur Installation) oder Live-CD oder Net-Install
Einfach zu installierenVon der Live-CD extrem einfach wie Mint
Software-UmfangGrößtes Software-Repository aller Distributionen
SicherheitSehr bis extrem sicher
StabilitätSehr bis extrem stabil
Desktop-UmgebungenKDE, GNOME, XFCE, Mate, Cinnamon, LXQT, …
Release-ZeitEtwa alle drei Jahre gibt es eine neue Version
Debian GNU/Linux mit KDE Plasma als Desktop

Sie finden die Homepage von Debian GNU/Linux hier, CD-/DVD-Images rein zur Installation zum brennen auf optische Medien oder zum kopieren auf einen USB-Stick hier, Images mit nicht freier Firmware finden Sie hier und Live-Systeme (ohne nicht freie Firmware) finden Sie hier. Alle Medien gibt es in 32 und 64 Bit.

Bunsenlabs

Bunsenlabs basiert direkt auf Debian GNU/Linux, nutzt jedoch den extrem schlanken Desktop Openbox der sehr gut vorkonfiguriert ist. Gedacht ist dieses System für ältere Rechner oder auch für puristische Nutzer die gerne etwas anderes nutzen. Vorinstalliert ist recht wenig Software, man kann aus dem System also von Grund auf machen was man will, natürlich kann man das gesamte Software-Repository von Debian nutzen. Auf Grund des schlanken Desktops ist das System natürlich extrem schnell, weitere Informationen entnehmen Sie einfach Debian GNU/Linux.

Für EinsteigerBedingt
Installation überLive-System, alter Debian-Installer
Einfach zu installierenJa, aber mit vielen Optionen wie Debian
Software-UmfangWie Debian
SicherheitSehr bis extrem sicher
StabilitätSehr bis extrem stabil
Desktop-UmgebungenOpenbox, jedoch auch alle anderen von Debian
Release-ZeitWie Debian etwa alle drei Jahre
Bunsenlabs – Debian mit extrem schlanken Openbox-Desktop

Sie finden weitere Informationen sowie den Download von Bunsenlabs hier.

Siduction

Debian GNU/Linux wird in drei Zyklen entwickelt, genauer gesagt über drei unterschiedliche Versionen dieser Distribution, der normale Nutzer wird Debian Stable vorziehen, also das offizielle Debian, aktuell 10 (Buster). Software wird jedoch bevor sie im offiziellen, stabilen Debian eingesetzt in Debian Sid – Unstable getestet bis sie stabil genug ist in Testing zu landen und dort auf Stable vorbereitet zu werden. Sid – also Unstable beherbergt also aktuellste Software, instabil ist die darin zu findende Software jedoch kaum, so manch eine Distribution könnte sich von Sid einige Scheiben abschneiden in Dingen Stabilität. Siduction ist nun ein angepasstes Debian Sid, die Entwickler setzen aktuellste Kernel hinzu und bringen ein wenig mehr Stabilität mit. Gleich aus dem Live-System heraus kann man direkt per IRC-Chat mit den Entwicklern und Nutzern über Probleme chatten und Hilfe suchen. Die Installation aus dem Live-System ist so einfach wie die von Linux Mint. Anders als bei den bisherigen genannten Distributionen handelt es sich bei Siduction um ein Rolling-Release-System, dies bedeutet man muss nicht auf neue Software, Treiber oder Kernel warten bis das neue Release kommt sondern diese wird sofort in das System integriert wenn diese in den Repositorys vorhanden ist, man hat also immer ein laufendes System mit aktuellster Software (ich selbst nutze es seit Jahren produktiv). Ein wenig aufpassen muss man bei den Updates, da nicht immer Software und benötigte Abhängigkeiten zur selben Zeit in den Repositorys landen könnte es passieren das installierte Software auf Grund nicht passender Abhängigkeiten deinstalliert wird – also erst lesen und dann bestätigen (siehe Paket-Verwaltung).

Für EinsteigerBedingt, man sollte die Debian-Paket-Verwaltung kennen
Installation überLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangHöher als offizielles Debian
SicherheitSehr sicher
StabilitätStabil
Desktop-UmgebungenWie Debian, so gut wie alle möglichen
Release-ZeitRolling-Release
Siduction mit KDE Plasma als Desktop

Sie finden Siduction hier in 32 und 64 Bit zum Download.

Knoppix

Das wohl umfangreichste Linux-Live-System und eines der ältesten, es basiert auf Debian Stable – also dem offiziellen Debian und Debian Testing, beinhaltet selbst auf der CD rund vier Gigabyte an Software, auf der DVD rund neun. Von vielen Anwendungen aus allen Bereichen für den Nutzer über Server aller Art und Software für die IT-Forensik und zur Datenrettung, mehrere Desktop-Umgebungen – entwickelt wird dieses System vom deutschen Entwickler Klaus Knopper. Man kann das System von der CD/DVD direkt auf einen USB-Stick kopieren, auch eine Installation auf Festplatte ist möglich – jedoch wird die Nutzung vom optischen Medium oder vor allem auf einem USB-Stick empfohlen. Den gewünschten Desktop sowie die Sprache steuert man beim Start im Bootloader mittels Cheat-Codes die Sie unter Cheat-Codes finden. Neben dem normalen Linux-Desktop bringt Knoppix zudem einen für sehbehinderte Nutzer optimierten Desktop mit und Adriane für blinde Nutzer – beide wurden in Zusammenarbeit mit der blinden Frau von Klaus Knopper entwickelt.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenAuf USB-Stick ja
Software-UmfangWie Debian
SicherheitSehr sicher
StabilitätSehr stabil
Desktop-UmgebungenKDE, GNOME, XFCE, LXDE
Release-ZeitJährlich
Knoppix mit LXDE als Desktop

Sie finden weitere Informationen und den Download unter Knoppix.

Ubuntu

Dieses System basierte in seinen Anfängen 2003 direkt auf Debian GNU/Linux, bezog auch alle Software-Pakete aus dessen Repository, das was zu Beginn den großen Unterschied ausmachte war die Software mit der man das System installiert – diese war und ist viel einfacher gehalten als der originale von Debian. Mit der Zeit bekam Ubuntu immer mehr eigene Software die es einfacher machte das System anzupassen, Treiber und Codecs zu installieren. Dieses System machte Linux so gesehen für die Massen tauglich. Lange Zeit war Ubuntu auch die beliebteste Linux-Distribution – bis man schließlich begann eine eigene Desktop-Umgebung namens Mir zu erstellen und mit dieser GNOME zu ersetzen. Was noch schlimmer war – man brachte etwa Werbung von Amazon in das Anwendungsmenü, gewisse Daten flossen an diese und andere Firmen. Der Hintergrund – hinter Ubuntu steht eine Firma namens Canonical die mit der Entwicklung des Systems natürlich auch Geld verdienen möchte. Inzwischen wurde Mir wieder durch einen angepassten GNOME-Desktop ersetzt und Werbung lässt sich einfach per Mausklick deaktivieren. Ubuntu ist noch immer eines der am einfachsten zu nutzenden Systeme, benötigt mit dem Standard-Desktop jedoch einen halbwegs aktuellen Rechner. Der Software-Umfang entspricht in etwa dem von Debian – auch wenn Ubuntu heute seine eigenen Pakete schnürt, es ist jedoch nicht ganz so stabil wie Debian, jedoch lassen sich auch hier alle möglichen Desktop-Umgebungen einfach per Mausklick installieren, einfacher jedoch ist es sich eine der Varianten von Ubuntu zu installieren die den jeweils anderen Desktop bereits vorinstalliert haben wie etwa Kubuntu mit KDE als Desktop, Xubuntu mit XFCE und so weiter und so fort.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangEtwa wie Debian
SicherheitSicher
StabilitätStabil
Desktop-UmgebungenGNOME, KDE, XFCE, …
Release-Zeit6 Monate bis 2 Jahre (LTS 10 Jahre Support)
Ubuntu mit angepasstem GNOME-Desktop (Standard)

Sie finden Ubuntu sowie weitere Informationen hier.

Linux Mint

Linux Mint ist ein Fork von Ubuntu, bezieht auch die meisten Pakete aus dessen Repository, große Unterschiede sind die Optik und die eingesetzten Desktop-Umgebungen, so etwa die Eigenentwicklungen Cinnamon und Mate (die man inzwischen auch in den meisten anderen Distributionen findet) und einige Software-Eigenentwicklungen. Manche Nutzer meinen das Linux Mint einfacher zu nutzen wäre als Ubuntu, aber ganz ehrlich – finde ich hier keine großen Unterschiede, der größte Unterschied ist wohl die frische Optik von Mint. Wenn man sich unter Ubuntu etwas tiefer in die Software-Verwaltung eingräbt wird man fest stellen das es haufenweise Software gibt die anders als unter Debian nur problematisch oder auch gar nicht funktioniert, unter Mint ist die selbe Geschichte der Fall. Geht es jedoch um normale Nutzer-Software wird man mit Linux Mint keine großen Probleme haben. Anders als unter Debian oder Ubuntu könnte es unter Linux Mint jedoch Probleme geben wenn man mehrere Desktop-Umgebungen zur selben Zeit installiert, KDE und dessen Software etwa sind angeblich nicht sonderlich kompatibel.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangWie der von Ubuntu
SicherheitSicher
StabilitätStabil
Desktop-UmgebungenCinnamon, Mate, XFCE
Release-ZeitEtwa alle zwei Jahre eine neue Version
Linux Mint mit Cinnamon als Desktop

Sie finden weitere Informationen sowie den Download von Mint hier.

LMDE (Linux Mint Debian Edition)

LMDE basiert direkt auf dem offiziellen Debian GNU/Linux, der einzige große Unterschied ist eine aktuellere Version des Cinnamon-Desktops. Das System wirkt auf Grund des Mint-Themas etwas frischer als Debian, die bekannten Anwendungen von Mint findet man natürlich auch hier, aber ganz ehrlich, wenn ich mir die Probleme von LMDE in manchen Foren so ansehe – Dinge die unter dem offiziellen Debian problemlos funktionieren laufen unter LMDE mal schwierig bis gar nicht. Ich empfehle dieses System nicht wirklich, vor allem keinem Einsteiger. LMDE ist nichts anderes als eine Spielwiese für Mint-Entwickler.

Für EinsteigerEmpfehle ich nicht
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangWie Debian
SicherheitSicher
StabilitätRelativ stabil, nicht so wie Debian
Desktop-UmgebungenCinnamon, inoffiziell XFCE
Release-ZeitWie Debian, etwa alle drei Jahre jedoch später dran
LMDE

Sie finden weitere Informationen und den Download unter LMDE.

Solus OS

Solus basiert auf keiner anderen Linux-Distribution sondern ist eine komplette Eigenentwicklung aus den Quellen von Linux und Software und kommt aus Frankreich. Das System kann man in etwa mit Linux Mint vergleichen – nur das unter Solus auch jede Software die man installiert funktioniert. Das liegt vor allem daran das man nicht die Pakete von einer Distribution nimmt die solche schon von einer anderen nimmt (Mint bezieht den größten Teil der Software von Ubuntu und Ubuntu von Debian) deren Pakete schon nicht perfekt funktionieren weil nicht wirklich alle angepasst werden. Solus OS ist absolut für Einsteiger gedacht, ist für den Desktop konzipiert, also nicht für Server oder dergleichen. Software gibt es aus allen Bereichen – jedoch nicht in solchen Mengen wie man sie etwa unter Debian findet, eingesetzt wird standardmäßig der für die Distribution entwickelte Desktop Budgie der auch auf älteren Rechnern perfekt und flüssig läuft, alternativ gibt es auch Images mit GNOME oder Mate, aber auch KDE Plasma oder i3 lässt sich problemlos zusätzlich installieren und ohne Probleme nutzen.

Für EinsteigerJa, absolut
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangNicht so groß aber ausreichend
SicherheitSehr sicher
StabilitätSehr stabil
Desktop-UmgebungenBudgie, GNOME, Mate, KDE, i3
Release-ZeitRolling-Release
Solus OS mit Desktop Budgie

Sie finden weitere Informationen und den Download hier.

Slackware

Eine der ersten und die älteste noch existierende Linux-Distribution, Ende 1992 wurde die Distribution vom Amerikaner Patrick Volkerding gestartet und ist heute noch immer eine oft genutzte Distribution die vor allem auf Einfachheit, Stabilität und Sicherheit setzt. Statt vieler Dienste zu nutzen um weitere Dienste zu steuern nutzt man hier Purismus, so braucht man nicht Unmengen an Befehle zum automatisch startende Dienste zu konfigurieren, man macht einfach deren Dateien ausführbar oder nicht. Man versucht alles so einfach zu machen wie möglich, KDE ist der Standard-Desktop, über weitere Repositorys finden sich jedoch weitere Desktop-Umgebungen und Unmengen an Software.

Für EinsteigerNicht unbedingt
Installation vonDVD, kein Live-System
Einfach zu installierenInstallation über das Terminal
Software-UmfangGroß und über Repositorys erweiterbar
SicherheitExtrem sicher
StabilitätExtrem stabil
Desktop-UmgebungenKDE, weitere über Repositorys
Release-ZeitEtwa alle drei Jahre neues Release
Slackware Desktop mit KDE

Sie finden weitere Informationen sowie den Download unter Slackware.

CloudReady

Diese Linux-Distribution basiert auf den Quellen von Google Chrome OS und hat auch den selben Zweck, extrem schnell starten und vor allem Online-Dienste nutzen. Installiert ist ausschließlich der Webbrowser Chromium – also die freie Variante von Google Chrome, diesen kann man über Extensions erweitern und das System so gesehen auch minimal offline nutzen. Das System ist sehr sicher, wird automatisch im Hintergrund aktualisiert, extrem einfach zu nutzen, jedoch ohne Google-Account nicht nutzbar. Anders als unter Chrome OS kann man hier keine Android-Apps nutzen oder Linux-Anwendungen installieren.

Für EinsteigerAbsolut
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangChromium Webbrowser
SicherheitSehr sicher
StabilitätSehr stabil
Desktop-UmgebungenChromium
Release-ZeitRolling Release
CloudReady Desktop

Von CloudReady gibt es eine kostenlose Version ohne kommerziellen Support (Updates bekommt man natürlich trotzdem wie bei den kommerziellen Versionen) sowie Versionen mit Support ab 30 US Dollar, mehr unter CloudReady.

Sparky Linux

Sparky basiert wie die meisten Linux-Distributionen auf Debian GNU/Linux, und zwar auf Debian Sid (also Unstable). Dies bedeutet man hat etwa wie unter Siduction immer die aktuellste Software ohne das man das System irgendwann auf ein neues Release aktualisieren muss. Anders als unter Siduction nutzt Sparky jedoch eigene Repositorys die mehr auf Stabilität zielen – so ist das System nicht ganz so aktuell wie Siduction.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangGroß
SicherheitSehr sicher
StabilitätPassabel
Desktop-UmgebungenKDE
Release-ZeitRolling Release
Sparky Linux Desktop – KDE

Sie finden weitere Informationen sowie den Download unter Sparky.

Deepin

Deepin basiert auf Debian GNU/Linux in der Stable-Version und kommt aus China, der große Unterschied zu Debian ist eigentlich nur der eigens entwickelte Desktop namens Deepin der auf Einfachheit und optimale Bedienung ausgelegt ist, auch die Optik kommt hier nicht zu kurz.

Für EinsteigerJa, absolut
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangRiesig da Debian als Quelle
SicherheitSehr sicher
StabilitätSehr stabil
Desktop-UmgebungenDeepin
Release-ZeitEtwa alle drei Jahre wie Debian
Deepin Desktop

Sie finden weitere Informationen sowie den Download unter Deepin.

Gentoo

Eine Distribution die auf keiner anderen basiert, Gentoo wird direkt aus den Quellen erstellt, das System wird von Grund auf selbst erstellt, man passt so gut wie alles selbst an und kontrolliert so gesehen alles was läuft selbst. Dies führt nicht nur zu mehr Verständniss in Dingen Linux sondern so gesehen auch zur vollen Kontrolle über das System. Für Einsteiger ist dieses System jedoch nicht unbedingt geeignet, alleine die Installation kann sich auf einem Standard-Rechner schon über einen Tag hin ziehen und wird auf dem Terminal vor genommen. Was man dann jedoch hat ist ein vollkommen an die Hardware angepasstes System auf dem wirklich nur das läuft was man auch will.

Für EinsteigerNein
Installation vonInstallations-CD/DVD
Einfach zu installierenNein
Software-UmfangGroß
SicherheitSehr sicher
StabilitätSehr stabil
Desktop-UmgebungenXFCE ist Standard, jedoch auch viele andere
Release-ZeitRolling Release
Gentoo mit KDE

Sie finden weitere Informationen sowie den Download unter Gentoo.

Astra Linux

Dieses System aus Russland basiert auf Debian GNU/Linux in der Stable-Version, die Entwicklung wurde von der russischen Regierung in Auftrag gegeben und ist speziell auf die Bedürfnisse von Behörden und Militär ausgelegt – also extreme Sicherheit und Stabilität. Es läuft auf normalen Rechnern wie auf Smartphones und Tabletts, geschaffen wurde es vor allem um die Abhängigkeit von Microsoft zu lösen.

Für EinsteigerJa
Installation vonInstallations-DVD
Einfach zu installierenMittel
Software-UmfangÄhnlich wie Debian
SicherheitExtrem sicher
StabilitätExtrem stabil
Desktop-UmgebungenEigenentwicklung, ähnlich KDE
Release-ZeitÄhnlich wie Debian
Astra Linux Desktop

Von Astra Linux gibt es die für Nutzer gedachte Variante Orel die man kostenlos erhält, die Variante für Behörden namens Smolensk ist normalen Nutzern nicht zugänglich, mehr Informationen und Downlaod unter Astra Linux.

Vinux Linux

Dieses System basiert direkt auf Ubuntu und richtet sich vor allem an blinde Nutzer und solche mit Sehbehinderungen, damit Nutzer damit sofort problemlos arbeiten können ist bereits alles nötige vorinstalliert. Hier finden sich Screenreader, Desktop-Lupen, Erleichterungen für die Eingabe sowie sofortige Unterstützung für die Braille Zeile.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangWie Debian, riesig
SicherheitSicher
StabilitätStabil
Desktop-UmgebungenXFCE
Release-ZeitUbuntu LTS
Vinux Linux – XFCE

Sie finden weitere Informationen sowie den Download unter Vinux.

Q4OS

Dieses System basiert wie viele andere auf Debian GNU/Linux, auch hier in der Stable-Version. Der große Unterschied und das Besondere an dieser Distribution ist der eingesetzte Desktop – eine Weiter-Entwicklung von KDE 3.x der von den KDE-Entwicklern ab Version KDE 4 aufgegeben wurde. Er nennt sich Trinity und ist tatsächlich KDE in Version 3.x, daher ist dieser Desktop extrem schlank und läuft auch auf alten Rechnern sehr performant. Die Installation ist sehr einfach, die Entwickler haben für den Einsteiger das Setup angepasst und erleichtert.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangRiesig
SicherheitSehr sicher
StabilitätSehr stabil
Desktop-UmgebungTrinity (KDE 3.x)
Release-ZeitWie Debian etwa alle drei Jahre
Q4OS – Trinity-Desktop

Sie finden weitere Informationen und den Download unter Q4OS.

Elementary OS

Eine der vielen Linux-Distributionen die auf Ubuntu basieren, die Installation ist also auch für Linux-Einsteiger extrem einfach und Software gibt es in rauen Mengen dank Debian / Ubuntu. Einer der großen Unterschiede ist der eigens für dieses System entwickelte Desktop Pantheon der an MAC OS erinnert, schlank, schnell. Noch etwas das nicht unerwähnt sein sollte ist das schlanke System das man erhält, recht wenig Software ist vorinstalliert – bedeutet man braucht nicht lange deinstallieren was man nicht braucht sondern man installiert das was man will. Dieses System ist so gesehen ein Linux für Nutzer die gleich wissen was sie wollen, sich nicht mit dem zufrieden geben mit dem was das System automatisch mit liefert.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangSehr groß
SicherheitSicher
StabilitätStabil
Desktop-UmgebungPantheon
Release-ZeitUbuntu LTS
Elementary OS – Pantheon

Sie finden weitere Informationen sowie den Download unter Elementary OS.

Zorin OS

Diese Linux-Distribution basiert auf Ubuntu – setzt jedoch auf eine vollkommen andere Ziel-Gruppe – Nutzer die sich nicht an eine andere Optik gewöhnen wollen. Zorin hat den Desktop sowie viele der Anwendungen an die Optik von Windows 7 / Windows 10 angepasst, dies ist gar nicht so wenig Arbeit. Darum gibt es auch zwei Varianten des Systems, eine kostenlose ohne kommerziellen Support sowie eine für die man bezahlen darf (Ultimate, ganz unten auf der Homepage findet man alle). Die Anwendungen die man sich weiter aus den Repositorys von Ubuntu installiert haben natürlich dann keine angepasste Optik.

Für EinsteigerJa, absolut
Installation von Live-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangSehr groß
SicherheitSehr sicher
StabilitätSehr stabil
Desktop-UmgebungAngepasstes GNOME
Release-ZeitUbuntu LTS
Zorin OS

Sie finden weitere Informationen sowie den Download und den Zugang zu allen Versionen unter Zorin OS.

OpenSUSE

Dieses System basiert auf keiner anderen Distribution und gehört zu den ältesten Distributionen überhaupt. Sie verwendet statt DEB das RPM-Paket-Format, bekannt wurde das System durch den Namen SUSE Linux, es wurde auch eine kommerzielle Version namens SUSE Linux Enterprice Server angeboten die kommerziell war. Nach einigen Problemen wurde das System in OpenSUSE umbenannt, inzwischen kommt das ehemals in Deutschland entwickelte System wieder in Fahrt. Besonders markant ist die Software YaST mit der man nicht nur das System installiert sondern auch im installierten Zustand verwaltet – man kann es durchaus als Pendant zur Systemsteuerung unter Windows verstehen. So gesehen gibt es drei Varianten dieses Systems, SLES – die kommerzielle Enterprice-Version, OpenSUSE Leap ist ein sehr stabiles System das sich eher an die kommerzielle Variante richtet und Thumbleweed das wieder mehr aktuellere Software nutzt.

Für EinsteigerJa
Installation vonDVD, kein Live-System
Einfach zu installierenJa und nein
Software-UmfangGroß mit Community-Repository
SicherheitSLES extrem sicher, Leap sehr sicher, Thumbleweed sicher
StabilitätSLES extrem stabil, Leap sehr stabil, Thumbleweed stabil
Desktop-UmgebungKDE als Standard, aber viele andere möglich
Release-ZeitSLES 5 Jahre oder mehr, Leap etwa ein Jahr, und Thumbleweed Rolilling Release
OpenSUSE – KDE

Sie finden SLES, also die kommerzielle Variante hier, Leap sowie Thumbleweed hier.

Devuan

Der Name kommt nicht von irgendwo her, die Ähnlichkeit zu Debian hat schon ihren Grund. Devuan basiert auf Debian. Die Entwickler von Devuan störte die Einführung von Systemd so sehr das sie aus Debian ihre eigene Distribution ohne diese Software die fast die komplette Steuerung der Dienste und noch mehr übernimmt entwickeln. Dies dauert jedoch da man Systemd nicht nur einfach aus dem System entfernen muss sondern seine Komponenten auch aus der Desktop-Umgebung und vielen Anwendungen die mit diesem interagieren. So hinkt man der Entwicklung von Debian natürlich immer hinterher, das aktuellste Devuan ist so gesehen immer ein Release hinter dem von Debian, während bei Debian schon lange Buster aktuell ist wird bei Devuan noch immer mit Stretch gearbeitet. Daraus ergibt sich jedoch ein sehr stabiles und sicheres System – eben Debian ohne Systemd.

Für EinsteigerJa
Installation vonDVD, kein Live-System
Einfache InstallationUmfangreich aber einfach
Software-UmfangFast wie Debian
SicherheitExtrem sicher
StabilitätExtrem stabil
Desktop-UmgebungXFCE Standard, aber sonst wie bei Debian
Release-ZeitEtwa wie bei Debian
Devuan – XFCE

Sie finden weitere Informationen sowie den Download unter Devuan.

Refracta Linux

Refracta basiert auf dem zuvor beschriebenen Devuan, nutzt also Debian als Basis ohne Systemd. Die Entwickler nehmen sich also Devuan und passen dieses System auf ihre Bedürfnisse an, der Fokus liegt klar auf 32 Bit-Rechnern – so lange es Debian mit 32 Bit gibt und die Entwickler von Debian haben bisher keine Anstalten gemacht sich von dieser Architektur zu verabschieden … Die Software bringt zusätzlich zum Standard von Devuan entsprechend einen XFCE-Desktop mit eigenen Entwicklungen für Einstellungen, Menüs, die Installation gelingt über einen etwas spartanischen Installer aus dem Live-System heraus den jedoch auch sehr betagte Rechner problemlos stemmen.

Für EinsteigerEher nicht
Installation vonLive-System
Einfache InstallationNein
Software-UmfangFast wie Debian
SicherheitExtrem sicher
StabilitätExtrem stabil
Desktop-UmgebungXFCE
Release-ZeitWie Devuan
Refracta – XFCE

Sie finden dieses System sowie weitere Informationen unter Refracta.

MX Linux

MX basiert wie viele andere Distributionen direkt auf Debian GNU/Linux, speziell auf der Stabilen Version. Was MX anders macht ist die Integration von Codecs und zusätzlichen Repositorys sowie einigen selbst entwickelten Werkzeugen zur Konfiguration. Ohne weitere eigene zusätzliche Repositorys muss man jedoch mit Software auskommen die etwas angeschlagen im Alter ist – etwas was viele bei Debian kritisieren, was jedoch natürlich wiederum die Stabilität von Debian besiegelt. Nun, MX ist halbwegs schlank mit XFCE als Desktop, jedoch ist Debian selbst noch immer schneller. Nun, das System entstammt den Entwicklern von Antix und Mepis – die einen entwickelten ein extrem schlankes System, die anderen ein einfach zu nutzendes, eine recht gute Mischung aus beidem ist geworden.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfache InstallationJa
Software-UmfangWie Debian
SicherheitSehr sicher
StabilitätSehr stabil
Desktop-UmgebungXFCE, jedoch auch andere möglich
Release-ZeitÄhnlich wie Debian
MX Linux – XFCE

Sie finden diese Distribution sowie Informationen unter MX Linux.

FreeBSD

FreeBSD ist keine Linux-Distribution sondern ein reines UNIX-Derivat, dies bedeutet hier läuft kein Linux-Kernel, es ist auch kein Linux-System. Systeme die direkt auf UNIX basieren, hier vor allem BSD gelten als noch sicherer als Linux – dies kommt vor allem dadurch das Software und System extrem gut, aber auch lange getestet wird was aber auch bedeutet das man mit älterer Software, System, Treiber und dies natürlich über einen längeren Zeitraum leben muss. Dies ist natürlich absolut nichts schlechtes – der Stabilität und Sicherheit kommt dies absolut zu Gute. Möchte man FreeBSD einsetzen sollte man sich zuvor ein wenig in die Materie einarbeiten – zwar sind die Desktop-Umgebungen die selben wie auch unter Linux – doch für die Installation und das System selbst und dessen Konfiguration gilt es sich etwas mehr Wissen anzueignen als wenn man Debian einsetzen möchte. Weitere Software wird meines Wissens nur auf dem Terminal installiert, auch das System selbst.

Für EinsteigerNein
Installation vonDVD, kein Live-System
Einfach zu installierenNein
Software-UmfangRecht groß
SicherheitExtrem sicher
StabilitätExtrem stabil
Desktop-UmgebungenXFCE Standard, jedoch viele weitere möglich
Release-ZeitEtwa 2 bis 3 Jahre
FreeBSD – XFCE-Desktop

Sie finden weitere Informationen, das Handbuch sowie den Download unter FreeBSD.

TrueOS

Auch keine Linux-Distribution sondern basiert auf UNIX, genauer gesagt FreeBSD, dieses System ist etwas einfacher zu nutzen als FreeBSD – so läuft die Installation hier schon grafisch ab. Das System ist etwas moderner als FreeBSD, beinhaltet standardmäßig Software um Container zu nutzen ähnlich wie Docker, kann problemlos die Festplatten verschlüsseln, nutzt standardmäßig das Dateisystem ZFS – sollte man jedoch nur dann wählen wenn man eine recht starke CPU und nicht weniger als 16GB RAM verbaut hat. Die eingesetzte Software ist etwas moderner, im Grunde genommen ist TrueBSD ein Rolling-Release-System. Das System ist recht einfach zu installieren, dem Installer von Ubuntu recht ähnlich – das bedeutet jedoch nicht das man für das System weniger Wissen haben sollte, so wird erwartet das man selbst Grafik- und Audio-Treiber auswählt. Das System startet nach der Installation in den Lumina-Desktop der extra für dieses System entwickelt wurde, weiter ist auch Fluxbox automatisch installiert. Anwendungen sind kaum vorinstalliert, bis auf den Webbrowser, E-Mail-Klient, VLC sind gerade noch Anwendungen wie Texteditor oder das AppCafe vorhanden mit dem man grafisch weitere Software aus den Repositorys installiert.

Für EinsteigerEher weniger
Installation vonKein Live-System
Einfach zu installierenTeilweise
Software-UmfangRecht groß
StabilitätExtrem stabil
SicherheitExtrem sicher
Desktop-UmgebungLumina
Release-ZeitRolling Release
TrueOS – Lumina Desktop

Weitere Informationen sowie den Download finden Sie unter TrueOS.

GhostBSD

Auch dieses System ist ein reines UNIX und basiert auf FreeBSD, anders als die bisherigen UNIX-Varianten startet dieses System nicht direkt die Installation sondern in ein Live-System aus diesem man das System erst testen kann, wenn gewünscht lässt sich das System dann aus dem laufenden System heraus recht einfach installieren. In der Theorie sollte das System bei der Installation auch alle nötigen Treiber recht gut erkennen – erst wenn dies nicht der Fall ist fragt es den Nutzer. Auch hier findet sich nach der Installation eine grafische Paket-Verwaltung, anders als bei TrueBSD ist das Anwendungsmenü schon einigermaßen gut gefüllt, jedoch finden sich Firefox, Thunderbird nicht in deutscher Sprache vor – diese Sprach-Pakete gilt es über deren Addon-Verwaltungen nach zu installieren. Genutzt wird unter diesem System Mate als Desktop-Umgebung. Bei GhostBSD hat man wie schon beschrieben den Vorteil des Live-Systems sodaß man die genutzte Hardware schon vor der Installation testen kann – denn alle BSD-Varianten haben anders als Linux-Distributionen keine so große Hardware-Unterstützung.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangRecht groß
StabilitätExtrem stabil
SicherheitExtrem sicher
Desktop-UmgebungMate
Release-ZeitWie FreeBSD
GhostBSD – Mate-Desktop

Weitere Informationen und den Download finden Sie unter GhostBSD.

ReactOS

Auch bei ReactOS handelt es sich um keine Linux-Distribution, auch um kein UNIX – es ist eine Nachbildung von Windows NT. Dabei wurden Kernel, Bibliotheken und alles weitere ziemlich gut dem Original nachgebildet. So laufen zahlreiche Windows-Anwendungen ohne Probleme auf diesem System, jedoch lange nicht alle – es befindet sich noch immer in der Entwicklung und dies schon sehr lange, dies kommt vor allem daher das Windows proprietär ist und man nicht in die Quellen einsehen kann. Ein Test unter VirtualBox zeigte jedoch bei mir das es schon sehr stabil ist – kaum zu unterscheiden vom Original.

Für EinsteigerJa
Installation vonNicht von Live-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangWie Windows NT
StabilitätRecht stabil
SicherheitWindows…
Desktop-UmgebungWindows NT
Release-Zeit
ReactOS

Sie finden weitere Informationen sowie den Download (Images als Live-System oder zur Installation) unter ReactOS.

Septor Linux

Diese Linux-Distribution basiert auf Debian Testing, ist also um einiges aktueller als das offizielle Debian, was dieses System so besonders macht ist die Spezialisierung auf Anonymität im Internet, Tracking wird unterbunden, Werbung – hierzu wird Privoxy genutzt, zum surfen im Internet nutzt man Tor Browser und vieles mehr. Neben der Software die zur Anonymisierung dient ist auch so einiges an normaler Software für Büro, Multimedia, etc vorinstalliert auf diesem aus Serbien stammenden System. Installieren lässt es sich auf Festplatte oder direkt aus dem System auf einen USB-Stick.

Für EinsteigerJa
Installation vonAus dem Boot-Menü, Debian-Installer
Einfach zu installierenWie Debian
Software-UmfangWie Debian
StabilitätSehr stabil
SicherheitSehr stabil
Desktop-UmgebungKDE
Release-ZeitRolling Release
Septor Linux – KDE

Sie finden weitere Informationen sowie den Download unter Septor Linux.

OSGeo Live

Wenn es um Geodaten geht gibt es unter Linux haufenweise professionelle Software, man müsste sich diese nur zusammen sammeln und installieren. Aber erst müsste man sich erst einmal informieren welche Software es gibt, wo findet man diese, und manchmal steht umfangreiches kompilieren an was nicht jedem Anwender liegt. Dieses System basiert auf Debian GNU/Linux und beinhaltet rund 50 Anwendungen zum Thema Geodaten. Es handelt sich wie der Name schon sagt um ein Live-System das sich wenn gewünscht auch installieren lässt.

Für EinsteigerJa
Installatio vonDebian-Installer
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangRiesig
StabilitätExtrem stabil
SicherheitExtrem stabil
Desktop-UmgebungLXDE
Release-ZeitWie Debian
OSGeo Live – LXDE

Weitere Informationen und Download unter OSGeo Live.

Redcore Linux

Diese Linux-Distribution basiert auf der Quell-Distribution Gentoo, Gentoo ist jedoch alles andere als für Linux-Einsteiger gedacht da man sich das System so gesehen selbst von vorne bis hinten zusammen baut. Gentoo erlaubt es jedoch dem Nutzer wie schon beschrieben wirklich alles zu regeln ohne Einschränktungen. Dieses aus Rumänien stammende System nimmt sich der Nutzer an die gerne Gentoo nutzen möchten, sich aber nicht mit der langwierigen Installation befassen wollen. Die Grund-Installation besteht aus eigens vom Distributor gepackten Paketen – damit gelingt die Installation um einiges schneller, den Rest der Software holt man sich aus den Repositorys von Gentoo. Login wie Passwort nennen sich im Live-System “redcore“.

Für EinsteigerEinigermaßen ja
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa, wie Ubuntu / Mint
Software-UmfangGroß
StabilitätStabil
SicherheitSehr sicher
Desktop-UmgebungLXQT
Release-ZeitRolling Release
Redcore Linux – LXQT

Weitere Informationen wie den Download finden Sie unter Redcore.

Slax

Dieses System basierte zu Beginn (fast über zwei Jahrzehnte) auf Slackware, inzwischen jedoch auf Debian GNU/Linux. Kommt als Live-System daher und bootet trotz KDE als Desktop selbst auf sehr alten Rechnern sehr schnell, es handelt sich wie schon beschrieben um ein Live-System das sich nicht installieren lässt, jedoch lässt sich weitere Software im Arbeitsspeicher nach installieren und nutzen. So gesehen kann man dieses System zum retten von Daten oder einfach nur zum kennen lernen von Linux nutzen.

Für EinsteigerJa
Installation vonKeine Installation, Live-System
Einfach zu installierenKeine Installation, Live-System
Software-UmfangRießig
StabilitätExtrem stabil
SicherheitExtrem sicher
Desktop-UmgebungKDE
Release-ZeitWie Debian
Slax Linux

Weitere Informationen wie den Download finden Sie unter Slax.

Android x86

Dieses System ist tatsächlich ein Android für den Computer, es wurde von der ARM-Plattform auf x86 portiert. Es fühlt sich an wie Android, es wird genutzt wie Android, … Optimiert ist das System auf Netbooks, auf normalen Rechnern läuft es manchmal auch – kommt auf die Hardware an, ältere Rechner bieten mehr Chancen. Man benötigt natürlich einen Google-Account, ansonsten ist das System unbenutzbar, es kommt als installierbares Live-System daher – alle Apps aus dem Google Play Store lassen sich natürlich auch installieren und nutzen – es handelt sich schließlich um ein Android. Gerade mit älteren Rechnern kommt es gut klar da es recht wenig Ressourcen benötigt.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenNein
Software-UmfangGoogle Play Store
StabilitätAndroid
SicherheitAndroid
Desktop-UmgebungAndroid
Release-ZeitAndroid
Android x86

Weitere Informationen und den Download finden Sie unter Android x86.

FWUL

Der etwas schwer auszusprechende Name benennt eine besonders zugeschnittene Linux-Distribution, es geht um Smartphones mit Android. Dieses Live-System das man am besten auf einen USB-Stick bootfähig kopiert (siehe Etcher) hat alles nötige mit an Bord um mit Smartphones zu kommunizieren, dazu dienen die ADB-Tools, Werkzeuge zum flashen, zum debuggen, für das Backup des Smartphones und noch viel mehr zu diesem Thema. Dabei gibt es universelle Software wie auch auf diverse Handy-Marken spezialisierte. Das System basiert auf Arch Linux, der Name selbst bedeutet ‘Forget Windows, use Linux’.

Für EinsteigerJa
Installation vonReines Live-System
Einfach zu installierenReines Live-System
Software-UmfangGroß
StabilitätStabil
SicherheitEinigermaßen
Desktop-UmgebungXFCE
Release-Zeit?
FWUL – XFCD

Weitere Informationen und Download unter FWUL.

Arch Linux

Arch Linux ist eine Linux-Distribution die es auf Nutzer abgesehen hat die wissen was sie wollen, hier wird das System von Grund auf selbst aufgesetzt, Dienste installiert und aktiviert, der gewünschte Desktop installiert, … Natürlich alles vom Terminal aus, es gilt so gesehen etwas Wissen rund um das Terminal zu besitzen und noch mehr von Linux. Ein gewisser Grad an Erfahrung rund um Linux sollte also schon vorhanden sein, natürlich hilft das Arch-WIKI sowie das Handbuch bei der Installation und bei Problemen aber ohne ein gewisses Grundwissen geht es nicht. Der Rechner sollte einigermaßen aktuell sein – Software wird kompiliert, dies geht zwar ziemlich gut automatisch fordert den Prozessor aber doch. Die Software von Arch ist recht aktuell, das Repository aber nicht sehr groß – viel mehr Software gibt es aus dem so genannten AUR – das Arch User Repository, hier gilt es aber zu beachten das manche Software veraltet sein kann, möglicherweise Abhängigkeiten nicht mehr vorhanden sind, istabil läuft oder auch gar nicht funktioniert, theoretisch könne sich sogar Malware darin befinden da man gerade einmal eine nicht registrierte E-Mail-Adresse und einen Nutzernamen braucht um Software in das AUR zu bringen. Darum kann man sagen das die Software von Arch selbst recht stabil ist, solche aus dem AUR muss es nicht sein.

Für EinsteigerNein
Installation vonKein Live-System
Einfach zu installierenNein
Software-UmfangGroß
StabilitätRecht stabil
SicherheitIch denke recht sicher wenn man das AUR weg lässt
Desktop-UmgebungJe nach Wahl
Release-ZeitRolling Release
Arch Linux – KDE

Sie finden weitere Informationen wie den Download unter Arch Linux.

Manjaro

Manjaro basiert auf Arch Linux – hat sich jedoch vor genommen die Installation einfacher zu machen was auch bestens gelingt, selbst die Installation von Ubuntu oder Mint ist nicht einfacher. Hier findet sich auch gleich nach der Installation eine grafische Paket-Verwaltung die recht einfach zu nutzen ist. Da die Grund-Pakete von Manjaro anders als bei Arch vorkompiliert sind gelingt auch die Installation und Updates um einiges schneller, die Aktualität der Software hinkt jedoch der von Arch etwas hinterher. Auch hier gilt – Vorsicht bei Software aus dem AUR.

Für EinsteigerTeils ja
Installation vonLive-System
Einfach zu installieren Ja
Software-UmfangWie Arch
StabilitätRecht stabil
SicherheitWenn man AUR-Software dort lässt wo sie ist recht sicher
Desktop-UmgebungJe nach Wahl, KDE, XFCE, GNOME
Release-ZeitRolling Release
Manjaro – KDE

Weitere Informationen und Download unter Manjaro.

Skolelinux / Debian Edu

Diese direkt auf Debian Stable basierende Linux-Distribution wird direkt für den Einsatz in Schulen entwickelt, egal ob für die Verwaltung oder für die Nutzung durch die Schüler. Das System ist ein Server-Klient-System und lässt es zu das Netzwerk in Schulen sehr einfach ohne viel Hintergrundwissen aufzusetzen und zu betreiben. Die Aktivitäten der Schüler auf den Klient-Rechnern lassen sich auf denen des Lehrers verfolgen, alle mögliche Software rund um das Thema Bildung ist schon vorinstalliert, weitere lässt sich natürlich über die riesigen Debian-Repositorys nach installieren, durch die Basis von Debian ist das System natürlich extrem stabil und läuft auch auf alten Rechnern perfekt. In so einigen deutschen Schulen wird dieses System gerne genutzt und immer weitere springen auf.

Für EinsteigerJa
Installation vonKein Live-System
Einfach zu installierenWie Debian
Software-UmfangRiesig
StabilitätExtrem stabil
SicherheitExtrem sicher
Desktop-UmgebungGNOME, jedoch auch alle anderen
Release-ZeitWie Debian
Skolelinux – XFCE

Sie finden weitere Informationen sowie den Download unter Skolelinux.

Absolute Linux

Dieses auf Slackware basierende System ist vor allem für sehr alte Rechner nutzbar, es bringt ein aktuelles Slackware was wiederum extreme Stabilität und Sicherheit bedeutet wie schon beschrieben auf sehr alte Rechner mit einem halbwegs ansprechenden Desktop statt sich mit einem minimalen wie ihn manche Mini-Distributionen mit bringen. Statt die umfassende und recht wissensdurstige Installation von Slackware wird hier bei der Installation zwar auch auf das Terminal gesetzt – jedoch ist dieser Installer recht einfach zu nutzen.

Für EinsteigerEtwas Linux-Erfahrung wird voraus gesetzt
Installation vonKein Live-System
Einfach zu installierenTerminal
Software-UmfangMittel, mit externen Repositorys
StabilitätExtrem stabil
SicherheitExtrem stabil
Desktop-UmgebungIceWM
Release-ZeitWie Slackware 2 bis 3 oder mehr Jahre
Absolute Linux – IceWM

Weitere Informationen sowie den Download finden Sie unter Absolute Linux.

OpenArtist

Dieses System basiert wie so viele andere auf Ubuntu, setzt jedoch vor allem auf Multimedia-, Grafik- und 3D-Produktion in allen Richtungen. Genau für diese Zwecke ist bereits alles vorinstalliert. Im Grunde genommen ist es ein reines Ubuntu mit eben sehr viel Software für diesen Zweck die man sich jedoch auch mit einem normalen Ubuntu aus den Repositorys nach installieren kann. Für die meisten Nutzer ist es einfach mit Software überladen die man nie brauchen wird. Mein Tipp ist es einfach sich ein normales Ubuntu zu nehmen und die gewünschte Software eben nach zu installieren. Diese Distribution zeigt jedoch was an Software in diesem Bereich unter Linux wirklich vorhanden ist.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangWie Ubuntu, riesig
StabilitätStabil
SicherheitSicher
Desktop-UmgebungXFCE
Release-ZeitUbuntu LTS
OpenArtist – XFCE

Weitere Informationen sowie den Download finden Sie unter OpenArtist.

Linux From Scratch (LSF) / BLSF

Hierbei handelt es sich eigentlich nicht um eine Distribution sondern um eine Anleitung wie man Linux von Grund auf selbst erstellt – die Nutzer von LSF nennen es das Kochbuch für Linux. Was man benötigt ist ein installiertes Linux-System oder ein Live-System, man beginnt damit die nötigen Partitionen zu erstellen und zu partitionieren, erste komprimierte Archive herunter zu laden, entpacken, in die entsprechenden Verzeichnisse zu verschieben, Kernel herunter laden, kompilieren, Dateien richtig verlinken, … Wie schon beschrieben – man erstellt sich von Beginn an sein eigenes Linux auf dem nichts läuft was man nicht will. Bei LSF handelt es sich um ein System ohne grafische Oberfläche, ist man soweit gekommen macht man wenn gewünscht mit BLSF (Beyond Linux From Scratch) weiter um sich die gewünschte Desktop-Umgebung und Software zu installieren. Um nicht jede weitere Software herunter laden und manuell kompilieren zu müssen sucht man sich einen passenden Paket-Manager, … Ehrlich gesagt kann es nicht nur Stunden dauern bis man sein Linux laufen hat sondern Tage – aber das was man erhält ist wirklich das angepasste Linux und das Wissen wie Linux tatsächlich funktioniert.

Für EinsteigerNein
Installation vonBestehendem Linux-System
Einfach zu installierenNein
Software-UmfangAlles was man im Internet findet
StabilitätExtrem stabil
SicherheitExtrem sicher (wenn man aktualisiert)
Desktop-UmgebungKeine (LSF), XFCE Standard (BLSF)
Release-ZeitEtwa 2 bis drei Jahre
Linux From Scratch – Terminal

Weitere Informationen sowie die Bauanleitung als HTML oder PDF für alle Versionen dieses Systems finden Sie unter Linux From Scratch. Eine deutsche Übersetzung finden Sie unter LSF deutsch, diese ist jedoch hoffnungslos veraltet (2008), doch als Grundlage zur Hilfe und besserem Verständniss kann man diese Anleitung zusätzlich nutzen.

Puppy Linux

Puppy kommt aus Australien und zielt speziell auf sehr alte Rechner ab – bedeutet Puppy ist eine Distribution die auf Minimalismus setzt, schlanker Desktop, schlanke Anwendungen, nur die nötigsten laufenden Dienste und trotzdem ein System mit dem man alles machen kann. Im Grunde handelt es sich dabei um ein Live-System das man natürlich auch installieren kann. Es gibt dieses System mit der Basis auf Slackware und einer mit Ubuntu – diese ist jedoch nicht wirklich für alte Rechner gedacht, einen wirklich alten Rechner wird man mit Ubuntu Puppy nicht wirklich perfekt zum laufen bekommen – dazu ist Ubuntu einfach zu träge.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa (Ubuntu Puppy)
Software-UmfangGroß (Ubuntu Puppy)
StabilitätSehr stabil
SicherheitSehr sicher
Desktop-UmgebungXFCE
Release-ZeitWie Ubuntu LTS / Slackware
Puppy Linux – XFCE

Weitere Informationen sowie den Download finden Sie unter Puppy Linux.

EasyOS

Dieses Linux-System stammt vom Entwickler von Puppy Linux, in dieser Distribution versucht dieser neue Techniken, mit Quick Setup passt man beim Start des Live-Systems schnell die Einstellungen an, erweiterte Einstellungen nehmen Sie wie üblich mit Puppy Control vor. Statt wie unter vielen anderen Distributionen einzelne Software zu installieren werden bei EasyOS so genannte Paket-Bündel geschnürt, also installiert man sich ähnliche Software mit einem Schlag, einzelne Anwendungen wie etwa der Webbrowser wird automatisch in einem abgesicherten Container gestartet – mit Easy Containers legt man solche für weitere Anwendungen an, weiter lässt sich mit der Software auch eine weitere komplette Distribution in einem Container installieren. Wie die vorigen Entwicklungen – also Puppy Linux ist das System sehr schlank, gerade einmal 400MB – doch findet sich auf diesem kleinen Platz unzählige Anwendungen. Das System ist sicherlich nicht für den Standard-Nutzer gedacht der mit Libre Office seine Texte bearbeiten will, aber für Nutzer die einen alten Rechner wieder beleben wollen absolut geeignet.

Für EinsteigerJa und nein
Installation vonLive-CD
Einfach zu installierenNein
Software-UmfangNicht allzu groß
StabilitätStabil
SicherheitEinigermaßen sicher
Desktop-UmgebungJoe’s Window Manager
Release-Zeit?
EasyOS – Joe’s Window Manager

Weitere Informationen sowie den Download finden Sie unter EasyOS.

OpenMandriva

Dieses System ist vollkommen eigenständig, basiert also auf keinem anderen System und ging aus seinem Vorgänger Mandrake hervor. Hinter Mandriva (und seinem Vorgänger) stand eine Firma die mit einer kommerziellen Variante der Distribution Geld gemacht hat, die freie Version kam ohne Support daher. Heute ist Mandriva vollkommen frei, die Firma ging pleite. Dieses System hat vor allem einen Hintergrund – extrem einfach zu nutzen, sehr einfach zu installieren, für alles mögliche gibt es eine grafische Software, mit der Kommandozeile hat der Nutzer hier so gut wie nichts zu tun, extrem freundlich für Einsteiger, dies galt vor 20 Jahren wie heute. Nach der Pleite der Firma kam diese Distribution stark ins schwanken, die Zukunft war sehr ungewiss, auch heute noch kommen neue Releases in unregelmäßigen Abständen – aber es funktioniert wieder einigermaßen.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangMittel
StabilitätStabil
SicherheitMittel
Desktop-UmgebungKDE Standard
Release-ZeitNormal ein Jahr
OpenMandriva – KDE

Weitere Informationen wie den Download finden Sie unter OpenMandriva.

Mageia

Als die zuvor beschriebene Linux-Distribution Mandriva durch die Pleite der Firma in Probleme geriet machte sich die Gemeinschaft auf eine komplett freie Variante des Systems zum laufen zu bekommen, daraus wurd Mageia. Mageia ist genau das was Mandriva früher war, jedoch ohne Firma dahinter, das System hat eine sichere Zukunft, neue Versionen kommen in regelmäßigen Abständen, Aktualisierungen sehr schnell. Für Einsteiger ist dieses System absolut zu empfehlen.

Für EinsteigerJa absolut
Installation vonLive-System oder direkte Installation
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangMittel
StabilitätStabil
SicherheitSicher
Desktop-UmgebungKDE Standard
Release-ZeitEtwa ein Jahr
Mageia – KDE

Weitere Informationen und Download unter Mageia.

OpenMediaVault

Hierbei handelt es sich um kein Desktop-Betriebssystem sondern um einen professionellen Server, es handelt sich um ein auf Debian basierendes System das als Server jeglicher Art dient (nicht Webserver oder Mail-Server), egal ob Dateiserver (SMB, NAS, FTP) oder Media-Server, Backup-Server – dieses System ist extrem professionell, hält sich automatisch am laufenden Stand und wird über ein Web-Frontend von anderen Rechner aus im Webbrowser konfiguriert. Das System gibt es ebenfalls für den Raspberry Pi

OpenMediaVault – Web-Frontend

Weitere Informationen und Download unter OpenMediaVault.

SystemRescueCD

Dieses System ist an sich kein Desktop-Betriebssystem sondern spielt als Live-System seine Stärken aus, es dient dazu nicht mehr startende Systeme wieder zum laufen zu bekommen, vergessene Passwörter zurück zu setzen oder zumindest Daten zu retten, dafür ist im Live-System alles vorinstalliert und recht einfach zu nutzen.

Für EinsteigerJa teilweise
InstallationKeine Installation
Einfach zu installierenKeine Installation
Software-UmfangMinimal
StabilitätSehr stabil
SicherheitSehr sicher
Desktop-UmgebungJoe’s Window Manager
Release-Zeit?
SystemRescueCD – Joe’s Window Manager

Weitere Informationen und Download unter SystemRescueCD.

Red Hat

Red Hat ist die wohl erfolgreichste kommerzielle Linux-Distribution und wird dort eingesetzt wo es um absolute Sicherheit und Stabilität geht, so etwa als Server für die Firma, als sicherer und stabiler Desktop, auf Superrechnern, auch auf modernen militärischen Schiffen der USA wird dieses System eingesetzt. Das System nutzt RPM als Software-Pakete, wurde inzwischen von IBM übernommen. Als normaler Nutzer wird man mit Red Hat weniger Kontakt haben, die Lizenz für ein Jahr kann problemlos mehr kosten als die aktuell teuerste Windows-Version, die günstigste Variante der Workstation (Desktop) beginnt ab 179$ ohne Support pro Jahr.

Für EinsteigerJa
Installation vonKein Live-System
Einfach zu installierenJa, ähnlich Debian
Software-UmfangRecht groß
StabilitätExtrem stabil
SicherheitExtrem sicher
Desktop-UmgebungGNOME Standard
Release-ZeitBis zu 10 Jahre Support
Red Hat – GNOME

Weitere Informationen zu dieser kommerziellen Distribution finden Sie unter Red Hat.

CentOS

CentOS basiert auf Red Hat Linux, dies zeigt von extremer Stabilität und Sicherheit, ist jedoch absolut frei und kostenlos. Das System wird aus den freien Quellen von Red Hat erstellt, diese freie Version erhält jedoch natürlich keinen kommerziellen Support, die Sicherheit und Stabilität ist jedoch genau die selbe, Updates kommen rund mit ein paar Stunden Verzögerung. Ansonsten gibt es überhaupt keine Unterschiede zur kommerziellen Distribution.

Für EinsteigerJa
Installation vonKein Live-System
Einfach zu installierenJa, ähnlich Debian
Software-UmfangRecht groß
StabilitätExtrem stabil
SicherheitExtrem sicher
Desktop-UmgebungGNOME Standard
Release-ZeitBis zu 10 Jahre Updates
CentOS – GNOME

Weitere Informationen sowie Download unter CentOS.

Tiny Core Linux

Dieses System wird direkt aus den Quellen erstellt, ist also von keiner anderen Linux-Distribution abhängig, es handelt sich um ein minimales Desktop-Betriebssystem mit knapp 16 Megabyte Größe als ISO und hat trotzdem einen grafischen Desktop, startet innerhalb von 3 bis vier Sekunden als Live-System. Bis auf den grafischen Paket-Manager und kleinerer Tools für Einstellungen ist in dieser Version nichts installiert, weitere Software wird einfach per Mausklick installiert. Die erweiterte Version mit proprietären WLAN-Treibern hat gerade einmal 106 Megabyte und lädt sich wie die minimale Version komplett in den RAM – schneller kann ein System gar nicht sein. Auf Wunsch lässt sich das System auf die Festplatte installieren, es handelt sich so gesehen um ein extrem schlankes System das sehr schnell startet und verfügbar ist. Das Anwendungsmenü öffnet sich per Rechtsklick auf den Desktop

Für EinsteigerJa, bedingt
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenNein
Software-UmfangKlein bis mittel
StabilitätSehr stabil
SicherheitSicher
Desktop-UmgebungFLWM
Release-ZeitRolling Release
Tiny Core Linux – FLWM

Weitere Informationen und Download unter Tiny Core Linux.

GRML

Dieses System basiert auf Debian GNU/Linux und soll vor allem Administratoren bei ihrer Arbeit helfen, Datenrettung, Daten-Rekonstruierung, partitionieren, Systeme aufsetzen, verschlüsseln, Netzwerke aufsetzen und testen, … Es handelt sich so gesehen um kein Desktop-Betriebssystem, es lässt sich jedoch wenn gewünscht auf die Festplatte installieren und so zu einem lupenreinen Debian verwandeln. Das System stammt aus Österreich, ist sehr schlank.

Für EinsteigerNein
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenNein
Software-UmfangWie Debian, riesig
StabilitätExtrem stabil
SicherheitExtrem sicher
Desktop-UmgebungFluxbox
Release-ZeitEtwa jährlich
GRML – Fluxbox

Weitere Informationen und Download unter GRML.

Fedora

Diese Linux-Distribution wird von Red Hat sowie der Community entwickelt und dient so gesehen als Text-Plattform für neue Techniken und Software für die kommerzielle Distribution. Von diesem System gilt es etwa alle sechs Monate eine neue Version und sie hat den Ruf immer die neuesten Techniken an Bord zu haben, gilt so gesehen als Vorschau was andere Linux-Distributionen demnächst bieten werden. Es werden immer aktuellste Software-Versionen und Desktop-Umgebungen integriert, wie Debian und viele andere wird diese Distribution ganz einfach aus dem laufenden System auf eine neue Version aktualisiert. Das System ist recht intuitiv zu installieren, nicht ganz so einfach wie Ubuntu und Co da der Installer einfach mehr Möglichkeiten bietet, ansonsten jedoch sehr einfach zu nutzen.

Für EinsteigerJa
Installation vonKein Live-System
Einfach zu installierenWie OpenSuSE
Software-UmfangEtwas kleiner als OpenSuSE
StabilitätStabil
SicherheitSicher
Desktop-UmgebungGNOME, KDE und andere
Release-Zeit6 Monate
Fedora – GNOME

Weitere Informationen und Download unter Fedora.

Vector Linux

Dieses System basiert auf dem Linux-Dinosaurier Slackware, hat also Stabilität, Sicherheit und ein schlankes System als Ziel. Es hat nur wenig Software vorinstalliert – es geht um Nutzer die wissen was Sie wollen, Nutzer die nicht lange deinstallieren wollen was sie nicht brauchen sondern das System ohne lange zu werkeln zu dem zu machen was sie wollen. Es handelt sich schon um ein System für Nutzer mit etwas Linux-Erfahrung – es basiert immerhin auf Slackware, mit etwas Interesse sollte jedoch auch ein Einsteiger damit klar kommen. Es ist extrem schnell und zeigt auch auf älteren Rechnern was Linux kann.

Für EinsteigerNein
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenNein
Software-UmfangGroß und über Repositorys erweiterbar
StabilitätExtrem stabil
SicherheitExtrem sicher
Desktop-UmgebungKDE, weitere über Repositorys
Release-ZeitWie Slackware
Vector Linux – KDE

Weitere Informationen und Download unter Vector Linux.

Sabayon

Diese Linux-Distribution basiert auf dem extrem professionellen Gentoo Linux, ist jedoch um vieles einfacher zu installieren, startet als Live-System und nutzt vorkompilierte Pakete sodaß man keinen so starken Rechner braucht. Da es auf Gentoo basiert beinhaltet das system immer aktuellste Software und Treiber und kann wie schon beschrieben auch von Linux-Einsteigern genutzt werden, etwas Interesse an Linux sollte man jedoch schon haben.

Für EinsteigerJa
Installation vonLive-System
Einfach zu installierenJa
Software-UmfangSehr groß
StabilitätStabil
SicherheitSicher
Desktop-UmgebungKDE, GNOME
Release-ZeitRolling Release
Sabayon – GNOME

Weitere Informationen und Download finden Sie unter Sabayon.

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