Grundlegende Gedanken zur Wahl einer Linux-Distribution

Verschiedene Linux-Distributionen und deren Eigenschaften, Installation, Einführung
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Re: Grundlegende Gedanken zur Wahl einer Linux-Distribution

Beitrag von markusbuech »

Ich für meinen Teil sehe Linux (im Sinne der Linux-Distributionen) als das was es ist. Es ist umsonst. Und soweit ich mich entsinne, steht bei keiner Distro, das es eine Funktionsgewährleistung oder sowas dafür gibt. Selbst wenn bei einer LTS-Version was von fünf oder zehn Jahren steht, kann man es auch nicht einklagen, oder? Das gleiche gilt für mich z.B. für Google oder so. Alle jammern wegen Datenschnüffelei mit der Suche oder z.B. bei Android. Dabei ist das alles kostenlos. Wo wären wir denn heute ohne Google? Hätte die von Anfang an Geld genommen, hätte es sich nicht durchgesetzt. Ist im Endeffekt auf alle Lebensbereiche anwendbar. Ich weiss, meine Sicht ist vielleicht zu einseitig, aber umsonst ist umsonst. Und ob eine Software OpenSource ist mir persönlich egal, da ich den Code eh nicht lesen kann. Aber wenn andere sich damit sicherer fühlen ist das ok. Jeder oder jede hat da eine andere Sicht.
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Re: Grundlegende Gedanken zur Wahl einer Linux-Distribution

Beitrag von rockyracoon »

@markusbuech:
Ich weiss, meine Sicht ist vielleicht zu einseitig, aber umsonst ist umsonst.
Deine Sicht ist imho nicht nur einseitig, sondern auch uninformiert.
Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass "free" nicht wie "Freibier" zu verstehen ist, sondern als "quelloffen", das heißt sehr viele Menschen arbeiten einander in hervorragender Synergie zu. Die Begriffe "Open Source" oder "FLOSS" treffen diesen Sachverhalt besser und führen nicht zu solchen Mißverständnissen.
Roughly, it means that the users have the freedom to run, copy, distribute, study, change and improve the software. Thus, “free software” is a matter of liberty, not price. To understand the concept, you should think of “free” as in “free speech,” not as in “free beer”.

Aus: https://www.gnulinux.guide/index.php/FLOSS
Weitere grundlegende Informationen dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Linux
https://de.wikipedia.org/wiki/Free/Libr ... e_Software
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Re: Grundlegende Gedanken zur Wahl einer Linux-Distribution

Beitrag von Topspin »

rockyracoon hat geschrieben: Fr 24. Jun 2022, 19:40 @markusbuech:
Ich weiss, meine Sicht ist vielleicht zu einseitig, aber umsonst ist umsonst.
Deine Sicht ist imho nicht nur einseitig, sondern auch uninformiert.
Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass "free" nicht wie "Freibier" zu verstehen ist, sondern als "quelloffen", das heißt sehr viele Menschen arbeiten einander in hervorragender Synergie zu. Die Begriffe "Open Source" oder "FLOSS" treffen diesen Sachverhalt besser und führen nicht zu solchen Mißverständnissen.
Roughly, it means that the users have the freedom to run, copy, distribute, study, change and improve the software. Thus, “free software” is a matter of liberty, not price. To understand the concept, you should think of “free” as in “free speech,” not as in “free beer”.[/b]
Ich bin auch vor längerem zu Linux gewechselt und dabei bei Debian stable hängen geblieben. Meine Hauptmotivation war aber nie dass es kostenfrei ist. Mein Windows 10 damals war auch kostenlos. Ich hatte nur nicht den Wunsch von Windows weg zu kommen, sondern ich wollte hin zu Linux. Wer einfach einen Ersatz sucht und keine Alternative, wird sicher nicht glücklich. Und dazu auch das Gefühl, man kann ein OS installieren, ohne diesen Zwang, alle Funkionen nur in Kombination mit einem Konto nutzen zu können. Ausserdem nicht die Befürchtung haben zu müssen, dass bei einem Harwaredefekt die Lizenz flöten geht.
Und gerade bei Debian gehe ich davon aus, dass auch das Tracking kein Problem ist.
Dazu mag ich bei Debian eben die angesprochene Stabilität, auch habe ich bisher keine Sorge, dass es Debian auf absehbare Zeit nicht mehr geben könnte.
Also daher ist das für mich die beste Wahl! :-D
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Re: Grundlegende Gedanken zur Wahl einer Linux-Distribution

Beitrag von rockyracoon »

Hier noch ein Beitrag zum Thema - "Guidelines" für ein OS, Aus: https://gnulinux.ch/os-entscheidungsbaeume
Ein Entscheidungsbaum davon ist spaßig, sollte aber imho nicht unterschätzt werden.
Meiner Meinung nach ist er für Anfänger am besten, weil er knapp und bündig ist:

https://gnulinux.ch/os-entscheidungsbaeume
Übersetzungshilfe: mit "Do you have a life" ist frei übersetzt imho sinngemäß gemeint "Wenn Du Deine Zeit nicht völlig mit dem OS verbringen willst" oder "Wenn Du noch ein Leben außer der Informatik hast". Siehe dazu auch:
https://www.collinsdictionary.com/dicti ... ave-a-life

Der andere Entscheidungsbaum davon ist sparsam, aber Debian fehlt dabei unerklärlicherweise als Option.
Auch stimmt zum Beispiel die dichotome Unterscheidung "Oberfläche, traditionell oder modern" nicht, sodass hier eigentlich kein klares Ordnungssystem besteht:

https://gnulinux.ch/os-entscheidungsbaeume

Ein dort auch erwähnter Entscheidungsbaum ist kompetent und komplex.
Ich persönlich halte ihn für sehr gut ausgearbeitet, aber er verwirrt imho Anfänger eher.

https://www.heise.de/ratgeber/Der-c-t-L ... 30180.html
Mit solchen Guidelines kommt man imho nicht recht weiter, wenn Einem noch Erfahrung und Wissen fehlt.
Will sagen, nichts ersetzt imho eigenes Distro-Hopping zu Beginn der Umstellung auf Linux.
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